Ausrüstung:
Die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Gabelbach war im Jahr 1957 wieder einmal an einem Tiefpunkt angekommen. Nur so ist es zu erklären, daß bei einer Übung "die 2. Gruppe" wohl ausrückte, aber jeden Handgriff an den Geräten verweigerte oder kurz gesagt meuterte. Der Grund war der, daß endlich einmal ein ordnungsmäßiger Anhänger gekauft werden solle. Auch zu einer Alarmübung 1957 kanm die Wehr "vollständig zu spät". Schuld daran war die veraltete Sirene.
Aus diesem Grunde beschaffte die Gemeinde 1958 eine elektrische Alarmsirene, die auf der Molkerei montiert wurde, einen Spritzenanhänger, ein Mehrzweckstrahlrohr und einen Großscheinwerfer, wodurch die Schlagkraft der Feuerwehr erheblich zunahm.
Auch die während des Krieges gekaufte DKW-Motorspritze befand sich nicht mehr in bestem Zustand und versagte schließlich anläßlich einer Inspektion im Mai 1960 bei strömenden Regen vollständig den Dienst. Bürgermeister Unverdorben und der Gemeinerat bestellten bereits vier Wochen später eine neue TS 8/8 "VW-Bachert"-Spritze im Wert von 4000,-- DM, die am 10. November 1960 an die Feuerwehr übergeben wurde. Außerdem wurde Schlauchmaterial für 1100,-- DM gekauft, so daß die Feuerwehr in Bezug auf Ausrüstung und Schlagkraft "einen schon lange nicht mehr dagewesenen Höchststand" erreichte. Am 17.02.1998 erhielt die Feuerwehr eine Tragkraftspritze TS 8/8 Typ "Rosenbauer".
Mit der Errichtung des Schnurgerüstes am 18.07.1966 begann der Neubau des Feuerwehrhauses. Am 02.10.1967 wurde der Dachstuhl aufgerichtet; dabei passierte eine Panne, denn "fast alle Sparrenpaare stürzten ein"; ernstlich verletzt wurde glücklicherweise niemand. Am 12.11.1968 war es soweit: das neue Gerätehaus erhielt im Rahmen einer örtlichen Feier den kirchlichen Segen und wurde im Beisein von LandratWiesenthal, KBI Wiedemann und mehreren Kreisbrandräten offiziell der Feuerwehr übergeben.
In dieses neue Domizil zog auch das am 10.06.1967 gelieferte Heuwehrgerät mit ein. Die Freiwillige Feuerwehr Gabelbach betreute mit diesem Heuwehrgerät über lange Jahre den gesamten westlichen Landkreis Augsburg bei überhitzten Heustöcken.
Bei der Inspektion am 23.05.1973 bemängelten die Prüfer, daß die Feuerwehr noch immer kein Fahrzeug habe. Bürgermeister Hartmann versprach, daß er auf die Beschaffung eines Fahrzeug drängen werde. Am 27.07.1974 beschloß daraufhin der Gemeinderat den Kauf eines Löschfahrzeugs LF 8 mit Kosten von 73.600,-- DM. Das Löschfahrzeug konnte dann am 03.06.1975 bei der Firma Bachert in Friedrichshall abgeholt werden. Der ganze Gemeinderat und viele Feuerwehrleute waren bei diesem großen Ereignis dabei. Zusammen mit der zusätzlich beschafften Atemschutzausrüstung und dem neuen Funkgerät rückte die Freiwillige Feuerwehr Gabelbach "ganz beträchtlich nach oben und ist somit auf der Stufe der großen Feuerwehren". So stolz aber die Gabelbacher Wehr auf ihr neues Feuerwehrfahrzeug war, so sehr wurde sie wohl auch darum beneidet, angeblich sogar von ihrem Patenverein aus Zusmarshausen. Das neue Löschfahrzeug wurde am 09.05.1976 von Pfarrer Kusterer gesegnet und danach feierlich der Feuerwehr übergeben.