{"id":16,"date":"2025-10-17T11:38:38","date_gmt":"2025-10-17T11:38:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gabelbach.eu\/Gabelbach2025\/?page_id=16"},"modified":"2026-07-11T14:36:24","modified_gmt":"2026-07-11T14:36:24","slug":"unsere-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gabelbach.eu\/Gabelbach2025\/unsere-geschichte\/","title":{"rendered":"unsere Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einwohner: 621 (Stand: Juni 2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>06.10.804:<\/strong><br>In der Freisinger Tradition findet sich eine Urkunde, in der der Priester Chundhoh seinen Besitz in \u201cKapalpach\u201d an das Hochstift Freising schenkte. Die Historiker K. Roth und Eduard Wallner nehmen an, dass es sich hier um Gabelbach im Landkreis Augsburg handelt. Die bei den Ausgrabungen durch den Arbeitskreis f\u00fcr Vor- und Fr\u00fchgeschichte des Heimatvereins Augsburg gemachten arch\u00e4ologischen Funde aus dem 8. und 9. Jahrhundert in der Kirche in Gabelbach best\u00e4tigen diese Annahme.<br>Aufgrund dieser Erkenntnisse ist anzunehmen, dass der Ort Gabelbach in der Frankenherrschaft im 8. Jahrhundert entstanden ist und n\u00f6rdlich der Kirche im Jahr 800 ein karolingischer Herrenhof stand. Auch das Martinspatrozinium der Kirche spricht daf\u00fcr, denn der Hl. Martin; Bischof von Tours; war Nationalheiliger der Franken. Aufgrund der Urkunde vom 06. Oktober 804 kann Gabelbach die 1200 Jahrfeier halten.<br><strong>16.01.1263:<\/strong><br>Der erste namentlich bekannte \u201cRitter Chunrat von Gablenbach\u201d tritt als Zeuge bei Beurkundungen auf. In der Urkunde vom 05.06.1263 schenkte \u201cChunrat den Vraz vom Wolfsperk\u201d dem Kloster in Obersch\u00f6nenfeld zwei H\u00f6fe in Sch\u00f6nebach und Wollbach. Die Herren von Gabelbach waren Ministerialen, adelige Dienstmannen, die im Lehensverband vermutlich der Marktgrafen von Burgau standen. Sie hatten ihre Burg n\u00f6rdlich der Kirche, wo der karolingische Herrenhof stand. In der ersten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts bauten sie ihren Herrensitz auf einem H\u00fcgel, 500 m s\u00fcdwestlich des Dorfes an der Ortsverbindungsstra\u00dfe nach Gr\u00fcnenbaint, wo auch heute noch die Plattform des Burgh\u00fcgels mit dem ringsum laufenden tiefen Wallgraben zu sehen ist.<br><strong>1301:<\/strong><br>Ab diesem Jahr stand die Ritter von Gabelbach im Dienste der Herz\u00f6ge von \u00d6sterreich, die im Besitz der Markgrafschaft Burgau waren.<br><strong>1327:<\/strong><br>Der Ritter Heinrich von Gabelbach gr\u00fcndete das Angerdorf Gabelbachergreut.<br><strong>1341:<\/strong><br>Ein Heinrich von Gabelbach wird Abt in Anhausen an der Brenz.<br><strong>1379:<\/strong><br>Ein Nachkomme von Heinrich von Gabelbach wird Abt von St. Ulrich und St. Afra in Augsburg.<br><strong>1361:<\/strong><br>Der Besitz der Ritter von Gabelbach geht an Hartmann von Burgau, der sich mit einer Anna von Gabelbach verm\u00e4hlte. Hartmann von Burgau verkauft das Rodungsdorf Gabelbachergreut an das Domkapitel Augsburg.<br><strong>1387:<\/strong><br>Die Augsburger Patrizier Rehm, Engelschalk, Rudolf und Lang kaufen den Gabelbacher Besitz von Konrad Jusner von Altmannstein, der mit der Tochter Klara des Hartmanns von Burgau verheiratet ist.<br><strong>1437:<\/strong><br>Das Augsburger Hl. Geist Spital kauf eine Teil des Ortes von dem Augsburger B\u00fcrger Zacharias Rudolf und 1438 auch den Kirchensatz.<br><strong>1443:<\/strong><br>Das Hospital erwarb weitere Besitzungen mit Holzmarken und Gericht von der Witwe Dorothea Lang aus Augsburg. Bis 1565 gelang es dem Hl. Geist Spital den gesamten Grundbesitz von Gabelbach und Kleinried zu erwerben. Als Grund- und Gerichtsherr errichtete das Hospital Mitte des 15. Jahrhunderts ein Obervogtamt und besetzte es mit einem Vogt, dem auch die spitalischen Untertanen von Kleinried, R\u00fccklenm\u00fchle, Auerbach, Nefsried, Buch und Willishausen unterstanden.<br>Der Vogt als Vertreter des Hospitals verwaltete die spitalischen Waldungen und regelte mit den \u201cVierern\u201d die Gemeindeangelegenheiten und kleinere Vergehen, erhob Steuern und sorgte daf\u00fcr, dass der Zehente abgeliefert wurde. Alle Monate einmal kam der \u201chochwohlgeborene allergn\u00e4digste Spitalmeister\u201d mit seinem Gerichtschreiber um die niedrige Gerichtsbarkeit auszu\u00fcben und Beurkundungen vorzunehmen. Die hohe Gerichtsbarkeit lag in den H\u00e4nden der Landesherren bei der Markgrafschaft Burgau.<br><strong>1525:<\/strong><br>Die Bauern aus Gabelbach schlossen sich im Bauernkrieg dem \u201cLeipheimer Haufen\u201d an. Sie erhoben sich gegen ihre Grundherren, die immer mehr Abgaben von ihnen verlangten. In der Schlacht bei Leipheim am 04.04.1525 wurde der Aufstand der Bauern mit Waffengewalt niedergeschlagen. Dabei wurden 30 Bauern aus Gabelbach gefangen genommen.<br><strong>1623:<\/strong><br>Bau des Pfarrhofes unter Pfarrer Balthasar Lozenz.<br><strong>1687:<\/strong><br>Pfarrer und Dekan gr\u00fcndet in Gabelbach eine Allerseelen- und in Gabelbachergreut eine Leonhardibruderschaft und 1692 die Erzbruderschaft \u201cMaria Trost\u201d; eine bekannte G\u00fcrtelbruderschaft, die einen gro\u00dfen Aufschwung nahm.<br><strong>1727:<\/strong><br>Pfarrer Dominikus Paulus renoviert f\u00fcr 2074 Gulden den bauf\u00e4lligen Pfarrhof und baute mit Genehmigung des Hospitals die jetzige Kirche. Sie geh\u00f6rt zu den sch\u00f6nsten schw\u00e4bischen Dorfkirchen und zeugt von dem gro\u00dfen K\u00f6nnen schw\u00e4bischer Meister.<br><strong>1738:<\/strong><br>Pfarrer Dominikus Paulus kaufte von der Barf\u00fc\u00dfer Kirche in Augsburg eine 1609 im Renaissancestil von Marx-Grintzer erbaute Orgel. Die \u00e4lteste Orgel im Landkreis Augsburg.<br><strong>1768:<\/strong><br>Pfarrer Norbert Enderle l\u00e4\u00dft von dem Stiftsbaumeister Josef Dossenberger den Kirchturm mit seinen Rokokoformen auf 44 m erh\u00f6hen.<br><strong>1806:<\/strong><br>Durch die S\u00e4kularisation und nach dem Pre\u00dfburger Frieden ging die Freie Reichstadt Augsburg und damit Besitzungen des Heilig Geistspitals an das Land Bayern. Damit stand Gabelbach unter bayerischer Landeshoheit und kam zum neu errichteten Landgericht und Steuerdistrikt Zusmarshausen.<br><strong>1851-1854:<\/strong><br>Die Eisenbahnlinie Augsburg wird gebaut. Hierf\u00fcr m\u00fcssen die Bauern von Gabelbach 49 Tagwerk Grund abgetreten werden.<br><strong>1878:<\/strong><br>Gr\u00fcndung der Gabelbacher Feuerwehr<br><strong>1887:<\/strong><br>Bau des Gabelbacher Bahnhofes. Zu der feierlichen Einweihung am 08.10.1887 spielt erstmals die Musikkapelle Gabelbach. 1970 wird der Bahnhof geschlossen und abgerissen.<br><strong>1953-1959:<\/strong><br>Durchf\u00fchrung der Flurbereinigung<br><strong>1966-1978:<\/strong><br>Bau des Feuerwehrhauses mit Schlauchtrockenturm. Anschaffung eines L\u00f6schgruppenfahrzeuges LF8. Bau der gemeindlichen Wasserversorgung mit Tiefbrunnen, Hochbeh\u00e4lter und Ortsnetz. Anschlu\u00df und Lieferung von Trinkwasser nach Kleinried, Gr\u00fcnenbaint und Steinekirch. Bau der Kanalisation und Errichtung einer Kl\u00e4ranlage mit Vor- und Nachkl\u00e4rbecken. Ausbau und Asphaltierung der Ortsstra\u00dfen in Gabelbach und der Ortsverbindungsstra\u00dfen nach Vallried, Steinekirch, Fleinhausen und \u00fcber Kleinried nach Zusmarshausen, sowie die Hauptfeld- und Waldwege (Hangenloh, Hungerberg, Gr\u00e4ben, Rindererberg, Eichb\u00fchl und Hornberg) Erweiterung des Friedhofes und Errichtung einer neuen Friedhofsmauer und Sanierung der Augustinus- und Annakapelle. Ausweisung und Erschlie\u00dfung des Baugebietes \u201cS\u00fcd\u201d an der Fleinhauser Stra\u00dfe und des Baugebietes \u201cOst\u201d Pfarrhalde und Pflasterweg. Neubenennung der Ortssta\u00dfen. Bau der Stra\u00dfenbeleuchtung und Beleuchtung des Kirchturms. Bepflanzung und Eingr\u00fcnung des gesamten Ortsbereiches und Teilnahme an den Wettbewerben \u201cUnser Dorf soll sch\u00f6ner werden\u201d.<br><strong>01.05.1978:<\/strong><br>Eingemeindung nach Zusmarshausen.<br><strong>1978-1996:<\/strong><br>Bau der restlichen Kanalisation in der Bahnhof- und Godelstra\u00dfe. Asphaltierung der Bahnhofstra\u00dfe, des Hohlweges und der Fu\u00dfg\u00e4ngerwege an der Kreisstra\u00dfe. Ausweisung und Erschlie\u00dfung von neuen Baugebieten \u201cAm M\u00fchlberg\u201d, \u201cAm Hofanger\u201d und \u201cAn der Breiten\u201d.<br>Umbau der alten Schule und Errichtung eines eingruppigen Kindergartens f\u00fcr Gabelbach und Gabelbachergreut. Errichtung eines Jugendzeltplatzes an der R\u00fccklenm\u00fchle mit Parkpl\u00e4tzen und Bau eines Rasenspielfeldes.<br><strong>1996-1998:<\/strong><br>Anbau am Kindergarten. Ausbau des Dachgeschosses und Umbau zu einem 2-gruppigen Kindergarten mit Kindern aus Steinekirch.<br>Bau des Rad- und Gehweges von Gabelbach bis zur Staatsstra\u00dfe 2027. Bau einer Abwasserdruckleitung von Steinekirch zur Kl\u00e4ranlage in Gabelbach und \u00fcber Kleinried zum Regen\u00fcberlaufbecken in Zusmarshausen.<br><strong>1994-1998:<\/strong><br>Renovierung des Pfarrhauses und Umbau im Erdgeschoss zu einem Pfarr- und Jugendheim mit Gruppenraum und Pfarrb\u00fcro.<br><strong>Mai 2008:<\/strong><br>Einweihung des neuen Feuerwehrger\u00e4tehauses mit integriertem Sch\u00fctzenheim. Das Haus wurde in dreij\u00e4hriger Bauzeit haupts\u00e4chlich in Eigenleistung erstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>M\u00e4rz 2016:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einigen Jahrzehnten gewinnt der in Gabelbach lebende Ben Matthes  die B\u00fcrgermeisterwahl unserer Hauptgemeinde <a href=\"https:\/\/www.zusmarshausen.de\/\">Zusmarshausen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einwohner: 621 (Stand: Juni 2026) 06.10.804:In der Freisinger Tradition findet sich eine Urkunde, in der der Priester Chundhoh seinen Besitz in \u201cKapalpach\u201d an das Hochstift Freising schenkte. Die Historiker K. Roth und Eduard Wallner nehmen an, dass es sich hier um Gabelbach im Landkreis Augsburg handelt. 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